15. Oktober 2018 Starker Auftritt beschert SVT-Damen nächsten Auswärtssieg

BV Werther – SV Thülen 1:3 (0:2)

Fast in Bestbesetzung konnten die Fußballdamen des SV Thülen die Reise zum Spitzenspiel in Werther antreten. Dem Tabellenvierten fehlten von den Spielerinnen lediglich Saskia Schrewe und Kristin Menke. Allerdings konnte auch Coach Frederik Leikop seine Mannschaft nicht wie gewohnt unterstützen. Der Sportfreak weilte beim Generali Marathon in München.

Eine gute Vertretung fand er aber in TW-Trainer Jürgen Herrmann, der die Kickerinnen um Spielführerin Anna Hammerschmidt gut auf die Partie beim Tabellenzweiten einstellte.

In der Startformation wurde gegenüber der siegreichen Partie gegen den Herforder SV Borussia Friedenstal II nur eine Position neu besetzt.

Für die sich im Aufbautraining befindliche Nadine Tontara rückte wieder Torfrau Nicole Arning zwischen die Pfosten.

Taktisch sehr gut auf- und eingestellt legten die Gäste aus dem Altkreis Brilon gleich los wie die Feuerwehr. Direkt nach Anstoß konnten sie sich die Kugel erkämpfen. Über Torjägerin Laura Vorderwülbecke ging gleich die Post über die rechte Außenbahn ab. Ihre präzise Flanke in die Mitte fand die aufgerückte Jessica Krefeld. Mit einem satten Schuss ließ sie der gegnerischen Torfrau keine Chance und es stand nach nur wenigen Sekunden Spielzeit bereits 1:0 für den SV Thülen.

Damit hatte zu dem Zeitpunkt wahrlich keiner gerechnet. Erst recht nicht der BV Werther. Der Gastgeber hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt erst drei Tore in sieben Spielen eingefangen und war bis dahin immer in Führung gegangen.

Die SVT-Damen agierten nach dem frühen Treffer weiter sehr diszipliniert und zeigten eine taktisch und auch spielerische Glanzvorstellung. Sie gewannen fast jeden Zweikampf und standen in der Abwehr bombensicher. Nach vorne setzten die Gäste immer wieder gefährliche Nadelstiche. Hier hatte unter anderem Laura Vorderwülbecke Pech mit einem Schuss ans Lattenkreuz. Auch Jessica Krefeld, Anna Hammerschmidt und Maja Waßmann boten sich immer wieder gute Einschussmöglichkeiten.

Eine davon wurde dann in der 26. Spielminute genutzt. Wieder war Stürmerin Laura Vorderwülbecke als Vorlagengeberin daran beteiligt. Dieses Mal fand ihre Hereingabe Anna Hammerschmidt. Die Spielführerin verwandelte mustergültig mit dem Kopf zum 2:0.

Der BV Werther fand bis zum Halbzeitpfiff keine Mittel um den Vierten aus Thülen überhaupt ansatzweise in Gefahr zu bringen. Es war kaum ein Durchkommen für den Gastgeber. Die Thülener Abwehrreihe verrichtete an diesem Spieltag einen sehr guten Job. Aber auch in der Offensive sprühte man nur so vor Einsatz und Laufbereitschaft.

Somit hatte Aushilfscoach Herrmann in der Halbzeitpause überhaupt keinen Grund zur Kritik. Er war voll und ganz mit der Darbietung seiner Mannschaft zufrieden.

Nach dem Seitenwechsel kam dann wie erwartet der BV Werther gestärkt und nochmal neu motiviert aus der Kabine. Der Gastgeber aus dem Kreis Gütersloh hatte sich scheinbar mit der Heimniederlage noch nicht abgefunden. So nutzte der BVW eine der wenigen Unaufmerksamkeiten bei den Thülener Kickerinnen und prompt stand es 2:1 (48.).

Nicole Arning, die in den zwei einzigen brenzligen Situationen prima reagierte, hatte an dem Schuss keine Abwehrmöglichkeit.

Der BV Werther witterte nun natürlich seine Chance auf einen eventuellen Punktgewinn und agierte etwas druckvoller in seinen Aktionen. Doch die SVT-Damen ließen aber kaum etwas anbrennen. Sie waren weiterhin gut postiert, sodass sich das Spielgeschehen meistens im Mittelfeld bzw. in der gegnerischen Hälfte abspielte.

Auf der Gegenseite merkte man dem Tabellenvierten an, dass er mit dem Vorsprung von nur einem Tor nicht zufrieden war und somit den Sack mit einem weiteren Treffer endgültig zumachen wollte. Chancen hierzu waren auf jeden Fall vorhanden. Unter anderem hatte Anna Hammerschmidt Pech, dass ihr Freistoßhammer nur knapp über das Tor ging. Ebenso bot sich auch noch für Laura Vorderwülbecke eine gute Tormöglichkeit. Doch ihr Schuss landete direkt in den Armen von der starken Torfrau des BVW.

Nur zwei Minuten vor dem Schlusspfiff setzte Spielführerin Anna Hammerschmidt nochmal zu einer Offensivaktion an. Aber anstatt auf Zeit zu spielen und Richtung Eckfahne zu laufen, wurde die Kugel ganz trocken und ohne großes Fehlerlesen in die gegnerischen Maschen gedroschen. Mit dem Geschoss zum 3:1 (89.) konnte man dann endlich den Deckel auf den 6. Saisonsieg machen.

Mit nun 18 Punkten aus 8 Spielen und dem etwas schlechteren Torverhältnis (+8) belegt die Mannschaft vom Thülener Scheid hinter den punktgleichen SV Ottbergen-Bruchhausen (+13) und BV Werther (+11) den vierten Tabellenplatz. Tabellenführer ist derzeit Absteiger FSV Gütersloh 2009 II, der allerdings auch nur drei Punkte mehr auf dem Konto hat.

Für den SV Thülen spielten:

Nicole Arning, Neele Dietrich, Anna Korsinski, Victoria Rollmann, Luisa Becker, Carolin Lingenauber, Celine Klärner (90. Rafaela Hanke), Jessica Krefeld, Maja Waßmann (85. Zoe Brinkmöller), Anna Hammerschmidt und Laura Vorderwülbecke (80. Sarah Hoffmann)

Tore:

2 x Anna Hammerschmidt

1 x Jessica Krefeld

  •  Immer eher am Ball waren die SVT-Damen – hier Abwehrspielerin Luisa Becker.  
  •  Maja Waßmann war an vielen Offensivaktionen beteiligt. 
  •  Neele Dietrich verrichtete einen guten Job in der Abwehr.  
  •  Wirbelwind Maja Waßmann und Spielführerin Anna Hammerschmidt in Aktion.  

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