Zwei Neue im Kader des SV Thülen
Trainer Frederik Leikop, Torfrau Gesa-Marie Schulte und Maria Grewe

Zwei Neue im Kader des SV Thülen

Die Damenmannschaft des SV Thülen hat sich schon vor ein paar Wochen mit zwei neuen Spielerinnen verstärkt. Mit Gesa-Marie Schulte und Maria Grewe sind dabei zwei absolute Hochkaräter zum Thülener Scheid gekommen. Zudem stehen beide Kickerinnen schon lange auf dem Wunschzettel der SVT-Verantwortlichen. 
Gesa-Marie Schulte kommt aus Warstein und hat in ihren jungen Jahren schon einige Erfahrungen im Fußball sammeln können. Angefangen hat die Vollblut-Fußballerin in der frühen Jugend bei den Jungs in Suttrop. Dann ging es für Gesa zu den B-Juniorinnen des SC Borchen in die Westfalenliga. Aufgrund ihrer guten Leistungen ist der FC Iserlohn 46/49 auf das junge Talent aufmerksam geworden und holte sie in das Regionalliga-Team der B-Juniorinnen. 
Aus Altersgründen musste die damals 17-Jährige den FC Iserlohn nach einem Jahr wieder verlassen und fand in der Damenmannschaft des SV Berghofen einen neuen Verein. Dort wurde Gesa hauptsächlich in der zweiten Mannschaft eingesetzt, die in der Landesliga 2 auf Tore- und Punktejagd geht. Aber auch der Trainer der 1. Mannschaft setzte auf die Fähigkeiten von Gesa, sodass die junge Kickerinnen Einsatzzeiten in der Regionalliga bekam. 
Nach drei erfolgreichen Jahren in Dortmund-Berghofen suchte Gesa eine neue Herausforderung und fand diese bei Borussia Dröschede. Dort war sie ebenfalls Stammspielerin in der Landesliga-Mannschaft. Nach einem Jahr standen die Zeichen allerdings auf Abschied. 
Gesa fühlte sich nicht mehr wohl beim Club aus dem Raum Iserlohn und hatte mit Schule und Ausbildung weitere zeitintensive Aufgaben zu bewältigen. Im Winter letzten Jahres ließ sich Gesa auf ein vielversprechendes Angebot des damaligen Westfalenligisten SC Wiedenbrück ein. Dort wollte man nochmal richtig durchstarten. Leider konnten die Versprechungen des Vereins nicht eingehalten werden und es folgte aufgrund von Spielermangel der freiwillige Abgang in die Landesliga 1. Gesa hängte damit ihre Fußballschuhe und Torwarthandschuhe an den Nagel und wollte sich weiter auf ihre Ausbildung konzentrieren. 
Da kam Ende September der erneute und dieses Mal sehr verzweifelte Anruf von Betreuerin Sandra Kraft. Mit Kim Vonnahme (18) hatte sich nämlich die einzige Torhüterin in Reihen des SVT beim Training am Finger verletzt und war für Wochen zum Zuschauen verdonnert. 
Glücklicherweise brauchte es nicht viele Überredungskünste und Gesa gab kurze Zeit später ihren Einstand beim Training am Scheid. 
Schon in der ersten Einheit hat sich gezeigt welch sprichwörtlich guten Fang man mit der Warsteinerin gemacht hat. Gesa, dessen Bruder Felix Schulte übrigens beim SV Brilon aktiv ist, beherrscht das Torwartspiel par excellence. Sie bringt alles mit was eine gute Torhüterin auszeichnet und ist eine echte Verstärkung. Daher ist es auch kein Wunder, dass die "Schnapperin" damals unter anderem in die Westfalenauswahl berufen wurde. Zudem ist Thülens neue Nummer eins auch auf dem Feld einsetzbar. 
Wenn Gesa ab den 22.12.21 ihre 6-monatige Wechselsperre abgesessen hat, dann geht die Mannschaft um Erfolgscoach Frederik Leikop entspannter in die Rückserie. Mit dieser Personalie konnte man endlich die große Lücke im Team schließen und hat mit Kim Vonnahme zudem noch eine junge und lernwillige Torfrau in der Hinterhand. 
 
Die zweite Neue im Team um Spielführerin Anna Hammerschmidt ist Maria Grewe. Maria ist ebenfalls 21 Jahre jung und kommt aus Eslohe. Dort hat sie ihre ersten Fußball-Erfahrungen bei den Jungs des BC Eslohe gesammelt. Mit 17 Jahren wechselte Maria im Sommer 2017 zu der Damenmannschaft des FC Finnentrop, die damals noch in der Landesliga 2 an den Start gegangen ist. Mittlerweile hat sich die Mannschaft aus Finnentrop ganz vom Spielbetrieb abgemeldet. 
Im Herbst 2019 verletzte sich die technisch sehr versierte Kickerinnen in einem Pokalspiel am Knie. Nach etlichen Untersuchungen und Arztbesuchen wurde erst im Winter letzten Jahres die Diagnose Kreuzbandriss gestellt. Nach einer anschließenden OP und Reha-Maßnahmen befindet sich die Abwehrspielerin nun bei den SVT-Damen im Aufbautraining. Dort konnte sie trotz ihrer Verletzung schon deutlich zeigen welche ausgezeichneten Qualitäten die 21-Jährige mitbringt. Daher wurde sie in der Jugend auch in die HSK-Auswahlmannschaft berufen. Die Esloherin brennt natürlich schon auf einen Einsatz im Thülener Trikot, muss sich allerdings aufgrund ihrer Knieverletzung noch ein wenig gedulden.  
 
Beide Neuzugänge sind schon nach kurzer Zeit sehr gut in der Mannschaft angekommen und sind bereit fest integriert. Egal ob beim Training, sonntags an der Seitenlinie oder anderen Aktivitäten außerhalb des Fußballs.
Alle Beteiligten, ganz besonders Trainerfuchs Frederik Leikop, freuen sich auf den Zeitpunkt, wenn beide Kickerinnen im nächsten Frühjahr für den SV Thülen im grün-weißen Trikot auflaufen werden. Beide Neulinge bringen nochmal eine ordentliche Portion Qualität mit auf den Platz.